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Defiance: Spiel & TV-Serie aus einem Guss

Defiance verknüpft erstmals eine TV-Serie mit einem Onlinegame. Das Crossmediale Experiment im Check.

Hollywood und die Videospielindustrie kooperieren seit Jahren. Ein Spiel zu einem Film ist längst nichts Außergewöhnliches mehr. Wenn der Spartensender SyFy und der Onlinegamespezialist Trion Worlds aber ein „bahnbrechendes Medienereignis“ ankündigen, eine „bisher noch nie dagewesene Verknüpfung“ zwischen einer TV-Serie und einem Spiel, dann muss schon etwas mehr dahinterstecken. In der Tat: Bei „Defiance“ sollen sich TV-Serie und Videospiel gegenseitig beeinflussen, Geschehnisse aus dem Spiel also auch in der Serie relevant sein, so dass Versprechen. Klingt super. Aber wie funktioniert das in der Praxis?

Defiance – Das Spiel

Defiance das Anfang April für PC, Xbox 360 und PS3 gestartet ist, nehmen wir genauer unter die Lupe. Trion Worlds entführt die Spieler in die nahe Zukunft, in eine Welt, die von einem verheerenden Krieg in Schutt und Asche gelegt wurde. Eine Welt voller fremdartiger Vegetationen und tödlicher Tiere, bewohnt von sieben Alien-Rassen und Menschen.

Es handelt sich um die Erde. Die Vorgeschichte zu Spiel und Serie: Rund 30 Jahre vor dem Seriensetting ist ein gigantisches Raumschiff mit sieben Alien-Rassen auf der Erde eingetroffen. Die Besucher mussten ihr angestammtes Sonnensystem wegen einer Katastrophe verlassen und suchten nun auf der Erde Asyl. Jahrelange diplomatische Verhandlungen endeten in einem für alle Beteiligten verheerenden Krieg. Das Raumschiff wurde zerstört, die Trümmer treiben immer noch im Orbit. Auf die Erde stürzte aber das Terraforming-Modul, das den Blauen Planeten in eine fremdartige Alien-Welt verwandelte…

Online Action

Die nicht unoriginelle Vorgeschichte dient den Spielemachern als Hintergrund für ein MMO (Massive Multiplayer Online) mit Fokus auf Action. Als Spieler schlüpft man in die Haut eines Glücksritters, der nach Alien-Artefakten sucht, die es immer noch aus dem Orbit regnet. Damit haben Spieler denselben Job wie Serien-Hauptdarsteller Grant Bowler in der Rolle des Joshua Nolan. Während der in der Serie wahre Heldentaten vollbringt, muss der Spieler erst mal kleinere Brötchen backen. Im Grunde funktioniert jede Mission nach dem Motto: Zum Zielort fahren, um sich ballern, Belohnung abholen. Das ist nicht unbedingt originell, macht aber erstaunlich viel Spaß, weil Trion eines wirklich gut hinbekommen hat: Die Kooperationsmöglichkeiten zwischen den tausenden Spielern, die sich gleichzeitig am Server tummeln.

Es ist nicht explizit nötig, Gruppen zu bilden oder Mitspieler für eine Aufgabe zu suchen. Mehrere Spieler, die zur selben Zeit dieselbe Mission erledigen, behindern sich nicht gegenseitig, sondern arbeiten automatisch zusammen. Gut gelöst! Auf der Negativseite stehen die durchschnittliche Grafik und die wenig abwechslungsreichen Missionen. Trotzdem ertappt man sich dabei, noch „schnell eine Mission zu machen“.

Cross Media

Und die groß angekündigte Verknüpfung zwischen Serie und Spiel? Entpuppt sich dann doch als der Klassiker nach dem Motto: Charaktere aus der Serie tauchen auch im Spiel auf. Auch wenn Trion-Producer Rob Hill das etwas blumiger beschreibt:

[quote]Charaktere verlassen die Serie, erleben im Spiel Abenteuer und kommen verändert wieder zurück![/quote]

Es soll aber noch mehr folgen. Denkbar wären spezielle Events wie Massenschlachten im Spiel, deren Ausgang sich auf den weiteren Verlauf der Serie auswirkt.

Fazit

MMOs wie Defiance gibt’s zumindest am PC wie Sand am Meer. Die Grafik ist durchschnittlich, das Gameplay auf Ballern beschränkt. Und trotzdem macht Trion etwas richtig. Das Zusammenspiel mit anderen Spielern funktioniert unkompliziert und gut.Der „eine Mission mach ich noch“-Effekt sorgt dann doch für durchgespielte Nächte.

http://www.defiance.com/de/spiel/

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Tech und Gaming Autor, für ein geiles Steak würde ich meine Xbox hergeben außerdem Tech-Gadget Fan. Wenn ich nicht gerade vor dem PC hocke, dann findet man mich im Skaterpark.

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