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DOSBox: DOS Spiele auf heutigen Windows-PCs installieren – Tutorial

Gratissoftware aus dem Netz bringt die Spieleklassiker der DOS-Ära auf Heutigen Windows-PCs zum laufen.

DOSBox Tutorial: DOS Spiele auf Windows 7 spielen

Es war einmal in den 90ern: Nach dem Ende der Heimcomputerära und vor dem Siegeszug der Videospielkonsolen war der DOS-PC für einige Jahre die Spielemaschine schlechthin. Sein Erfolgsgeheimnis: Satte Hardwarepower. In immer kürzeren Abständen brachten die Publisher immer hardwarehungrigere Spiele auf den Markt, und die PC-Gamer rüsteten bereitwillig auf. Mit schöner Regelmäßigkeit setzte zum Beispiel jeder neue Teil der Space-Opera „Wing Commander“ einen schnelleren Prozessor voraus. Und ohne CD-Laufwerk konnte man die Grafiksensation „Star Wars: Rebel Assault“ nicht spielen. So sorgten damals einzelne Games förmlich im Alleingang dafür, dass sich neue Technologien in der breiten Masse etablierten.

Systemressourcen ohne Ende

Die einst so „hohen“ Systemanforderungen der Spiele lassen uns heute schmunzeln. Sie werden mittlerweile von jedem Smartphone um ein Vielfaches übertroffen. So brauchte etwa ein „Wing Commander 3“ einen 486er mit gerade mal 50 MHz, 8 MB RAM und läppischen 20 MB auf der Festplatte. Trotzdem steckte ungeheuer viel Spielspaß in den Games, von denen viele heute noch als Klassiker gelten. Vielleicht hast du ja auch noch das eine oder andere Highlight im Keller gelagert? Wer die Spiele von einst wieder aufleben lassen möchte, hat ein Problem: Heutige Windows-PCs können mit DOS-Software nichts anfangen. Die Lösung heißt „DOS-Box“. Die kostenlose Software bringt alte DOS-Software wieder zum Laufen. Und ist obendrein viel einfacher zu konfigurieren als ein PC von anno dazumal. Mit „config.sys“ oder „autoexec.bat“ musst du dich in der Regel nicht mehr herumschlagen. Das Programm kennt die meisten namenhaften Spiele und liefert die passenden Konfig-Dateien gleich mit.

DOSBox installieren und konfigurieren

1. Download und Installation: Auf dfendreloaded.sourceforge.net findest du in der Rubrik „Download“ die Software „D-Fend-Reloaded“ in der aktuellen Version 1.3.5. Dabei handelt es sich um eine grafische Benutzeroberfläche, die die Benutzung von „DOSBox“ vereinfacht und selbige gleich integriert hat. Installiere das Programm mit den Standardeinstellungen.

2. Programmstart: Nach dem Start von „D-Fend Reloaded“ zeigt das Programm eine Liste aller installierten DOS-Spiele. Zu Beginn ist die Liste noch leer. Wenn du sie mit wenig Aufwand schnell füllen möchtest, auf dfendreloaded.sourceforge.net findest du eine Handvoll Spielepakete mit diversen kostenlosen Shareware- und Freewaregames zum Gratisdownload.

3. Manuelle Installation: Anhand des Shareware-Klassikers „Doom“ wollen wir die manuelle Installation von Spielen zeigen. Lade von redir.ec/doom1 das gezippte Spiel herunter. Ziehe es (ZIP File) anschließend in das Hauptfenster von „D-Fend Reloaded“. Bestätige mit „Ja“, dass das Setup ausgeführt werden soll.

4. Setup: Gehe das DOS-Setup durch wie anno dazumal. Das Game wird auf deine Platte kopiert. Den vorgegebenen Pfad kannst du getrost übernehmen. Das Spiel landet nicht wirklich auf „C:\DOM“. Was im DOS-Setup als Laufwerk „C“ erscheint, ist in Wahrheit ein Verzeichnis auf der Festplatte, das „D-Fend“ automatisch anlegt (und das standardmäßig auf „Benutzer\D-Fend Reloaded\VirtualHD“ legt).

5. Sound-Setup: Die voreingestellten Werte aus dem Setup-Programm kannst du in der Regel übernehmen. Wenn es doch einmal Probleme mit dem Sound gibt, achte darauf, dass die Werte aus dem Setup mit den Einstellungen im DOSBox-Profil des Spiels übereinstimmen.

6. Spielen: Jetzt einfach den entsprechenden Eintrag in der Spieleliste doppelklicken und schon laufen Doom & Co auf deinem Windows-PC.

DOSBox Video-Tutorial:

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Zocker und Publizistik Student, außerdem gerne auf Gamingmessen unterwegs und Besitzer einer PS1 - PS4 sowie NES, SuperNES und GameGear.

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