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Die Siedler: Königreiche von Anteria Preview

Als Ubisoft vor einigen Wochen ein neues „Siedler“ ankündigte, waren Aufbaustrategiefans am Jubeln. Endlich eine Fortsetzung zum kultigen Klassiker! Möglicherweise war der Jubel verfrüht. Auf der Gamescom in Köln enthüllte Ubisoft Details zum Spiel, und seither ist klar: „Die Siedler: Königreiche von Anteria“ nimmt eine ganze Reihe mutiger Änderungen am bewährten Spielprinzip vor.

Zwei Spiele in einem

Eine der gravierenden Neuerungen: Das Spiel ist jetzt in zwei Modi unterteilt. Im Königreich-Modus dominiert klassisches Siedler-Gameplay. Die Spieler errichten ein Dorf und legen Produktionsketten an. Der Bauer liefert Getreide an die Mühle, die Mühle Mehl an die Bäckerei und so fort. Kennt man alles. Komplett weggefallen ist der bisherige Militärmodus. Gekämpft wird jetzt in einem separaten Abenteuermodus. Hier zieht man mit vier Helden in typischer Actionrollenspielmanier in den Kampf. Stelle dir das so vor wie „Diablo“ in freundlicher Comicgrafik. Die Helden gibt es ganz rollenspieltypisch in den bewährten Klassen: Priester als Hellseher, Bogenschützen als Fernkämpfer usw. Insgesamt sieben Heldenklassen sind freischaltbar. Mit ihnen erobert man Items, Rohstoffe und Belohnungen, die man im Abenteuer-Part benötigt. Umgekehrt produziert der Abenteuermodus Ausrüstung für die Helden. Nur wenn man beide Parts zockt, ist das Spiel überhaupt spielbar.

Zu viert in den Kampf

In jede Abenteuer-Mission darf man wahlweise alleine oder online mit bis zu vier Mitspielern ziehen. Überhaupt ist das komplette Spiel auf „online“ getrimmt. Im Königreich-Modus wird mit anderen Spielern Handel getrieben. Der starke Fokus auf Online-Funktionen bringt dann auch einen Online-Zwang mit sich. Einen Offline-Modus bietet „Königreich von Anteria“ nicht. Die Städte von Mitspielern lassen sich besuchen, Spieler können ihre Gebäude gegenseitig „buffen“. Zu Deutsch: Durch den Einsatz von Items deren Effizienz für einen begrenzten Zeitraum stärken. Das erinnert mehr an „Siedler Online“ als die klassischen Siedler-Games. Und noch eine Neuerung aus dem Online-Ableger hat im neuen „Siedler“ Einzug gehalten: Man baut diesmal das komplette Spiel über an einer einzigen Stadt.

Spielern habe das „Immer-neu-aufbauen“ nicht gefallen, so Ubisoft. Auch die Angst, dass die mühsam gebaute Stadt zerstört werden könnte, ist in „Anteria“ unbegründet. Weil die Kämpfe in die Abenteuer-Mission ausgelagert sind, droht der Stadt zu keiner Zeit Gefahr. Ganz vergessen hat Ubisoft die Fans der klassischen „Siedler“-Games aber nicht. Auch im Königreich-Modus gibt es Verbesserungen. So kann man jetzt Produktionsketten genau festlegen, also bestimmen, welches Gebäude wohin liefert. Gerade in größeren Städten lief das automatische Beliefern ja nicht immer rund, und Ursachen von Versorgungsproblemen waren nur schwer zu erkennen.

Start ist noch heuer

Ubisofts Strategie zielt darauf ab, das Publikum zu erweitern. Aus der riesigen „Siedler Online“-Community sollen Spieler überschwappen. Es ist eine Gratwanderung. Ob es tatsächlich gelingt, Browser-Gamer zum Spielen eines Client-Games zu bewegen, ohne dabei die alteingesessenen „Siedler“-Fans vor den Kopf zu stoßen, wird sich demnächst weisen. „Die Siedler: Königreiche von Anteria“ soll noch heuer an den Start gehen. Wer es nicht abwarten kann: Unter diesiedler.de können sich Interessierte für die vor kurzem gestartete Betaphase bewerben.

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Tech und Gaming Autor, für ein geiles Steak würde ich meine Xbox hergeben außerdem Tech-Gadget Fan. Wenn ich nicht gerade vor dem PC hocke, dann findet man mich im Skaterpark.

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