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Assassin’s Creed 4: Black Flag – Früher als geplant und mit neuem Setting

Die Action zur See bringt tatsächlich frischen Wind in das Spiel Assassin’s Creed 4. Wenn die Crew der Jackdaw Seemannslieder anstimmt und unter lautem Gegröle gegnerische Schiffe entert, sind das die stärksten Momente des Spiels. An Land dominiert Altbekanntes: Meuchlerisch morden, Türme erklettern, Kisten öffnen. Alles in allem ein Gesamtkunstwerk, das deutlich runder funktioniert als Teil drei.

Assassin’s Creed 4 – Vom Gamer zum Piraten

Sturm in der Karibik. Meterhohe Wellen lassen die Jackdaw auf und ab tanzen. Die Crew trotzt dem Wetter mit einem Lied. „What shall we do with the drunken sailor?“, tönt es von Deck. Regen prasselt waagrecht auf das Schiff. „Put him in the longboat until he’s sober“! Die Sicht ist schlecht. Da! An Achtern! Taucht da ein Segel aus der Regenwand auf? „Hooray, up she rises“! Ein Blick durch das Fernrohr macht sicher. Es ist das Segel eines Piratenjägers und der nähert sich schnell. Klar Schiff zum Gefecht!

In Assassin’s Creed 4 (ab 29. Oktober für Xbox 360 und PS3) machen Gamer die Karibik als Piraten unsicher. Es ist der wahrscheinlich drastischste Wechsel des Settings den die langgediente Actionreihe bislang unternommen hat. Ob der Stunt gelungen ist? Wir konnten uns anhand der fertigen Retailversion ein Bild machen. Eine exzellente Nachricht gleich vorweg: Ubisoft hat aus den Fehlern des Vorgängers gelernt. Spielte sich Assassin’s Creed 3 noch wie ein mehrstündiges Tutorial, das Gamer viel zu lange und viel zu eng an der Leine hielt, so ist Teil vier endlich wieder ein „echtes“ Open-World-Spiel. Nach einem rund 30-minütigen Einstieg hat der Held weitgehend volle Handlungsfreiheit.

Gestatten, Edward

Der Held, das ist diesmal Edward Kenway, ein junger Freibeuter, Pirat und ausgebildeter Assassine. Die Story mixt klassische Assassin’s Creed Elemente (Konflikt mit Templern und die Suche nach einem mysteriösen Observatorium) mit dem Klischee vom Piratenalltag. Das funktioniert erstaunlich gut.

An Land spielt sich Assassin’s Creed 4 wie die bisherigen Teile. Alles dreht sich um Meuchelmorde aus dem Hinterhalt. Erklettern von Aussichtspunkten, sammeln von Kisten usw. Kennt man schon. Witziges Detail: Je mehr im Spiel verteilte Notenblätter man erhascht, desto größer ist das Repertoire an Songs, die die Crew zum Besten gibt. Der eingangs erwähnte Part zur See ist ein Kernelement des  Spiels. Einerseits ist das Schiff das primäre Transportmittel, um sich in der Karibik frei von Insel zu Insel zu bewegen (der Übergang von Land zu See ist dabei fließend ohne Landepause, Edward kann jederzeit einfach von Board springen und an Land schwimmen). Andererseits ist das Plündern von Schiffen eine lukrative Einnahmequelle.

Volle Breitseite

Dabei kämpfen sich die Schiffe zunächst mit den Kanonen, die es in verschiedenen Ausfertigungen gibt (inkl. Mörser für große Distanzen oder explosive Fässer als Treibminen). Ist das gegnerische Schiff einmal sturmreif geschossen, wird geentert, und es kommt zum Nahkampf Crew gegen Crew, in dem Edward auch persönlich mitmischt. Mit den erbeuteten Reichtümern finanziert Edward Upgrades für die Jackdaw oder den Piratenunterschlupf.

Nicht nur Schiffe, auch gegnerische Festungen lassen sich erobern, plündern und einnehmen. Daneben gibt es noch allerlei Nebenmissionen zur See. Das Tauchen nach Schätzen etwa. Oder das Harpunieren von Haien und Walen. So mancher Tierfreund dürfte sich nicht zu Unrecht fragen, ob das wirklich nötig war. Alles in allem gibt es jedenfalls viel zu tun in der Karibik. Ja, vielleicht läuft auf das simple Sammeln von Gegenständen hinaus, was die Spielzeit künstlich in die Länge zieht. Aber irgendwie funktioniert der simple Trick, wie Assassin’s Creed 4 an die Sammelwut der Spieler appelliert, einfach immer noch.

Die Parallelhandlung

Den erzählerischen Rahmen für das Game liefert wieder eine Parallelhandlung in der Gegenwart. Diesmal aus der Perspektive eines Edward-Nachfahren, dessen genetische Erinnerung von einem französischen Unterhaltungskonzern für einen interaktiven Film gescannt werden sollen. Letztendlich ist es eine Frage der persönlichen Befindlichkeit, aber wir empfanden es während des Spielens regelrecht als lästig, aus der Piratenidylle herausgerissen zu werden. Immerhin halten sich diese Unterbrechungen  diesmal in überschaubaren Grenzen

Unterm Strich steht ein Assassin’s Creed 4 mit einem frischen Setting und spannenden Gameplay. Und ein Game, das technisch alle Stückeln spielt. Der Seegang, die Wettereffekte, die Weitsicht, erstaunlich was Ubisoft hier aus der aktuellen Konsolengeneration noch alles herausholt. Optisch noch opulenter sollte es dann nach dem 21. November zugehen, da erscheinen die Versionen für die Next-Gen-Konsolen und den PC sowie Wii U.

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Tech und Gaming Autor, für ein geiles Steak würde ich meine Xbox hergeben außerdem Tech-Gadget Fan. Wenn ich nicht gerade vor dem PC hocke, dann findet man mich im Skaterpark.

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