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Virtual Reality für Gamer

Virtual Reality für Gamer

VR – Virtual Reality. In den ersten Bereichen des Computer-gestützten Lebens hat die nächste Stufe der digitalen Zukunft bereits Einzug gehalten. Smartphones liefern zusätzliche digitale Infos zu Livebildern über die Kamera, in der Logistik werden immer raffiniertere Systeme für das Warenlager entwickelt. Doch was ist eigentlich mit der wirklich wahren Domäne der VR – der großen Welt der Spiele? Vor allem Sony hatte ja mit seinem Project Morpheus mächtig die Werbetrommel für die diesjährige E3 in Los Angeles gerührt. Nun, es tut sich etwas, aber das wird nur bedingt gut vermittelt. Das hört sich jetzt etwas kompliziert an, und das ist es auch.

Virtual Reality vor der E3 2015

Die Gamer unter Euch, die sich für Virtual Reality interessieren, wissen es natürlich – der absolute Vorreiter ist und bleibt Oculus mit der Oculus Rift. Das Unternehmen gehört mittlerweile zum Zuckerberg-Imperium Facebook, was viele ehemalige Supporter des Kickstarter-Projekts ärgert, sich aber zumindest finanziell positiv auswirkt. Doch gerade Sony hat sich für sein Project Morpheus mächtig ins Zeug gelegt und mit großmundigen Versprechen Gamer erfolgreich für die E3 in LA angefüttert. Doch dann, auf der Pressekonferenz war es fast, als ob Sony mit Virtual Reality nichts am Hut hätte. Eigene wirklich tolle Spielekonzepte wurden stattdessen in den Fokus gerückt. Die Verwirrung bei den VR-Gamern war groß.

Project Morpheus: Eine völlig neue Plattform laut Sony

Aufgrund der entsprechend enttäuschten Resonanz auf die E3-Pressekonferenz hatte Sony dann auch nachgelegt. Nach wie vor sei natürlich das Project Morpheus eine der wichtigsten Projekte bei dem japanischen Spielekonzern. Doch wie solle man einem Gamer die Fortschritte bei den Headsets für die Virtual Reality näher bringen? Das auf einer Pressekonferenz der Welt erklären zu wollen, das sei wie einem Blinden die Farbe Blau zu erklären, so Sony. Aber auf der E3 wären 20 Einheiten aufgestellt, bei der Besucher dann das Project Morpheus ausgiebig testen könnten. Es sei sogar nicht einfach nur ein weiterer Entwicklungsschritt in der Spieleindustrie. Vielmehr sei Virtual Reality mit Project Morpheus eine eigene Plattform.

Ein Erfolg, der vor Probleme stellt: die Realitätsnähe

Das lässt sich für den spitzfindigen Gamer natürlich auch wieder zweideutig interpretieren. Solle das womöglich heißen, dass PlayStation und Project Morpheus zwei völlig unterschiedliche Wege gingen? So nahm Shuhei Yoshida, Präsident der Sony Computer Entertainment Worldwide Studios, auch dazu Stellung und erklärte, dass man bei Sony die Philosophie verfolge, dass alles zusammenpasst. Was dabei übrigens auch für die Hardware-Anforderungen gilt. Dazu aber später mehr. Jedenfalls hat Sony nicht zu viel versprochen. Das Erlebnis der Virtual Reality war wirklich einmalig. Die Grafiken sind inzwischen so gut, dass sie extrem lebensecht wirken. Das sei laut Yoshida derzeit sogar eins der weiteren Probleme.

Wenn Horror-Fans der Gruselfaktor zu hoch wird

Vielen Spielern wird schlecht, wenn sie ein VR-Headset aufsetzen. Je nach Spiel kommt auch Unbehagen beim Gamer auf. Horror-Spiele brächten Spieler schnell an ihre psychischen Grenzen, da der Horror so realistisch wirken kann. Andererseits wurden auf der E3 vier nennenswerte VR-Games präsentiert, zumindest in Sequenzen. Bei Eagle Eye fliegt man über Paris und lenkt sehr gut mit dem Kopf. „Eve: Valkyrie“ ist ein Weltraum-Spiel, in dem Du herumfliegst und andere Raumschiffe abschießt. In „London Heist“ erlebst Du einen für ein Game bislang unerreicht realistischen Trip einer Schießerei in Form eines Ego-Shooters. Dabei benötigst Du tatsächlich Deine zwei Hände, um Munition nachzuladen. Auch das Schießen und Zielen ist außerordentlich realistisch. Aber unter Beschuss durch den Gegner, wohlgemerkt. Wäre da noch der Title „Back to the Dinosaur Island II“ von Crytek. Dort kletterst Du eine steile Feldwand hoch und bekommst es mit sehr realistisch anmutenden Flugsauriern zu tun.

Virtual Reality – nicht nur für den Gamer Neuland

Doch bei allen Spielen fällt auf, dass sie zwar einen sehr guten Einstieg in die Virtual Reality ermöglichen, sich dann aber schon noch schnell die Frage stellt, wie es nun innerhalb der VR für den Gamer weitergeht. Hier kommt auch bereits das nächste aktuelle Problem der VR-Entwickler zum Tragen. Entwicklerstudios fehlt bislang ganz schlicht die Erfahrung, VR-Welten zu programmieren. Coder, die das beherrschen, sind begehrte Menschen derzeit. Dazu kommt, dass sich noch gar nicht abschätzen lässt, ob und welche Formate vom herkömmlichen Bildschirm-Game in die VR übertragen werden können oder welche Möglichkeiten, die es bisher nicht gab, mit der Virtual Reality noch umgesetzt werden könnten.

Spätestens 2016 ist das wirklich spannende VR-Jahr für Gamer

Doch da haben die Entwickler noch ein bisschen Zeit. Denn vor Anfang 2016 dürfte wohl mit keiner einzigen VR-Brille zu rechnen sein. Sony stellte das Project Morpheus für den Handel bis Mitte 2016 in Aussicht. Das ist die längste Wartezeit, doch dafür soll es auch reibungslos mit der PlayStation zusammenarbeiten. Oculus Rift soll nämlich zwar schon zwischen Januar und März 2016 kommen, doch dafür sind die Anforderungen an den PC sehr hoch:

NVIDIA GTX 970 / AMD 290, ähnlich oder höher
Intel i5-4590 e, ähnlich oder höher
mindestens 8GB RAM
HDMI kompatibler 1.3-Videoausgang
zwei USB 3.0 Ports
Windows 7 SP1 oder höher

Nicht jede Plattform will VR für seine Gamer

HTC hat unterdessen für HTC Vive, für das Valve (Steam) etliche Hardware wie Sensoren beisteuert, die Vermarktung noch für Ende 2015 angekündigt. Microsoft wiederum will mit Valve zusammenarbeiten, aber noch intensiver mit Oculus. Das ist insofern interessant, da hier zwischen den Internetriesen die strategischen Verbindungen etwas durchsichtiger werden. Google (Cardborad) kommt natürlich auch, ebenso darf Samsung mit Gear VR nicht fehlen. In Bezug auf Microsoft vielleicht noch interessant. Neben der Beteiligung an Virtual Reality arbeitet der Software-Konzern außerdem auch noch an seinem HoloLens, das Virtual Reality in eine ganz andere Richtung lenkt. Dort wird im Prinzip vor den Augen eine Spielewelt in der gewohnten Umgebung aufgebaut, die aber eben nur VR ist. Nintendo verweigert sich übrigens der Virtual Reality. Das sei langweilig und unsozial.

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Tech und Gaming Autor, für ein geiles Steak würde ich meine Xbox hergeben außerdem Tech-Gadget Fan. Wenn ich nicht gerade vor dem PC hocke, dann findet man mich im Skaterpark.

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