Was erwartet uns in FIFA 16?

Die Kult-Fußballsimulation FIFA erhält auch in diesem Jahr eine Fortsetzung. Die Entwicklung ist bereits weit fortgeschritten, sodass FIFA 16 Testzugänge an Spieler verschickt werden. Was bisher bekannt wurde, wirkt leider uninspiriert.

Zahlreiche Details publik

Der erschienene Ingame-Trailer dürfte das Herz von Freunden authentischer Sportsimulationen nur bedingt höherschlagen lassen. Statt lediglich auf das Gameplay zu setzen, holt sich EA Sports prominente Unterstützung. So bewirbt kein Geringerer als Pele persönlich das Spiel. Zumindest referiert er darüber, was die Faszination des Fußballs ausmacht. Wer die Fußballikone schätzt, mag sich vielleicht freuen, dass der Fußballstar in Verbindung mit FIFA 16 in Erscheinung tritt. Bei den kritischen Geistern löst diese Kooperation hingegen negative Befürchtungen aus. Während die Fußballlegende von der Kraft seiner Sportart fabuliert, läuft das Gameplay im Hintergrund. Sollen die blumigen Worte lediglich darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei FIFA 16 um ein kostenpflichtiges Update des bisherigen Spiels unter neuem Namen handelt?

Der Verdacht drängt sich zumindest auf. In der Vergangenheit verdienten längst nicht alle FIFA-Titel das Prädikat Neuerscheinung. Alter Wein in neuen Schläuchen trifft es eher. Die im Trailer gezeigte Spielszene vermittelt keinen Einblick ins Spiel. Stattdessen beobachten die Zuschauer einen virtuellen Fußballer, der kunstvoll einen Ball im Tor versenkt. Wie der Titel letztendlich auf PS4, Xbox One und PC aussehen könnte, bleibt im Verborgenen. Peles raumgreifende Präsenz im Spot und die trivialen Spielszenen machen wenig Hoffnung auf eine gelungene Fortsetzung des Spieleklassikers. Skepsis ist in jedem Fall angebracht, schon um der möglichen großen Enttäuschung am Releasetag vorzubeugen, dennoch wäre ein Urteil verfrüht.

EA Sports Kooperation mit Real Madrid

Es ist bereits offiziell: EA Sports ist einen Dreijahresvertrag mit Real Madrid eingegangen. Was das für die Gamer bedeutet? Zunächst einmal nicht viel, abgesehen von grafischen Unstimmigkeiten in FIFA 16. EA ist nicht gerade schüchtern, wenn es darum geht, die Zusammenarbeit mit dem spanischen Rekordmeister stolz zu bewerben. So werden die Gesichter der Fußballprofis von Real Madrid besonders detailliert animiert. Eine groteske Idee. FIFA 16 soll Gamer in der ganzen Welt ansprechen, einen einzelnen Klub aus rein kommerziellen Interessen bevorzugt zu behandeln, ist schlicht unsportlich.

Ob die Strategie letztendlich aufgeht und der spanische Rekordmeister von dem Werbeinvestment profitiert, ist zu bezweifeln. Schließlich dürften schöner animierte Madrilenen kaum die Sympathien für den Verein außerhalb des Dunstkreises der spanischen Hauptstadt steigern. Wer kein überzeugter Fan der »Königlichen« ist, den dürften die schärferen Texturen die bei Cristiano Ronaldo, Luka Modric, Toni Kroos, Isco, James Rodríguez und Co zum Einsatz kommen eher egal sein.

Fazit

Wer die bisher bekannt gewordenen Informationen zu FIFA 16 unvoreingenommen betrachtet, den beschleicht schnell ein unschöner Verdacht. EA Sports nutzt die Reputation sowie die treue Fangemeinde des Spiels aus, um maximalen Profit zu erwirtschaften. Das Gameplay offenbart nichts, wofür der Umstieg von einer älteren Version lohnen könnte. Ein abschließendes Urteil lässt sich jedoch erst am 24. September fällen, wenn die Sportsimulation in den Läden liegt. Das Konzept Verträge mit realen Vereinen abzuschließen bietet dem Spieler keinen Mehrwert; für EA hingegen winken satte Gewinne. Es wäre schade, wenn die FIFA-Reihe an ökonomischen Interessen zugrunde ginge.

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