Star Trek – Das Videospiel

Die U.S.S Enterprise empfängt einen Notruf einer Forschungsstation der Vulkanier. Deren Schutzschilde drohen zu versagen – extrem unangenehm angesichts ihres engen Orbits um die Sonne. Die Enterprise eilt zur Hilfe, Kirk und Spock beamen sich an Bord…

Star Trek – Das Videospiel

Star Trek – Das Videospiel beginnt vielversprechend. Die beiden Helden Kirk und Spock sehen ihren Filmvorbildern zum verwechseln ähnlich, Chris Pine und Zachary Quinto leihen ihnen sogar ihre Stimmen. Auch für die restliche Enterprise-Crew hat man die Filmschauspieler ans Mikro gebeten. Zu Spielbeginn wählt man Kirk oder Spock, der jeweils andere wird von der CPU gesteuert oder von einem Mitspieler. Das komplette Game ist im Coop-Modus spielbar. Die Story ist zwischen dem ersten Movie von J.J. Abrams und dem am 09. Mai in den Kinos startenden „Into Darkness“ angesiedelt. Fans erfahren, wie es nach der Zerstörung der Heimatwelt der Vulkanier weitergeht. Und es gibt ein Wiedersehen mit den Gorn, Kirks Angstgegnern aus der klassischen Serie. Klingt soweit prima…

Das Drama beginnt

Zweifel machen sich breit, wenn das eigentliche Spiel startet. Die Macher haben aus „Star Trek“ einen Deckungsshooter im Stil von „Gears of War“ gestrickt. Nur dass das Deckungsgameplay hier nicht annähernd so rund funktioniert, was sich gleich in einer der ersten Sequenzen zeigt.

Bei einem Weltraumspaziergang an der Außenhaut der Station müssen sich Kirk und Spock vor den in regelmäßigen Abständen auftretenden Sonneneruptionen in Acht nehmen. Dann heißt es: Vorsprinten bis zu nächsten Deckung und dort vor der Eruption Schutz suchen. Nicht nur einmal wurden wir im Test von der Eruption getroffen, obwohl wir eigentlich in Deckung waren. Lustig auch, wenn der vom Computer gesteuerte Kollege mitten im Partikelstrahl stehen bleibt, uns aber zuruft, wir mögen Deckung suchen.

Der Feinschliff fehlt

Es sind solche Patzer, die den Eindruck eines noch recht unfertigen Games vermitteln. Da gibt es etwa eine Zwischensequenz, in der ein startendes Shuttle beim Wenden halb in der Hangardecke verschwindet. Oder zwei CPU-gesteuerte Kollegen, die einander beim Versuch, gleichzeitig den Turbolift zu betreten, blockieren und sekundenlang auf der Stelle treten. Die Gegner agieren nicht viel intelligenter. Auch die Steuerung hätte noch etwas mehr Aufmerksamkeit bedurft.

Sprünge mit Anlauf sind oft Glückssache, was angesichts der später eingestreuten Geschicklichkeits-Abschnitte doppelt ärgerlich ist. Generell wirkt die Steuerung träge, das Deckungssystem hakelig. Das ist umso trauriger, als das Game ohne diese Spaßbremsen großes Potenzial hätte. Man merkt, wie bemüht die Entwickler  um Abwechslung waren. Neben dem klassischen Ballern gibt es Flugeinlagen, etwa wenn Kirk und Spock im Wingsuit von einem Berggipfel springen und einen Canyon entlangrasen. Aber auch hier zeigt sich das Qualitätsgefälle. Während einige dieser Sequenzen gelungen sind, bleiben andere weitgehend spaß- und sinnfrei. Paradebeispiel hier: Wenn man bei einer vulkanischen Gedankenverschmelzung wiederholt stupid auf ein weißes Licht zusteuert. Auch die Szene am Geschütz der Enterprise, um feindliche Schiffe abzuwehren, gehört nicht zu den Highlights des Spiels.

Fazit: Mit dem nötigen Feinschliff könnte „Star Trek – Das Videospiel“ ein solides Actiongame sein. Den hat es aber nicht bekommen. Macht es Spaß? Stellenweise ja. Gamer mit niedriger Toleranzschwelle machen um das Game besser einen Bogen, aber nicht ohne sich vorher den grandiosen Werbespot mit Altmeister William Shatner anzusehen.

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