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Saints Row 4: Deep Silver – Das verrückte Spiel im Test

Vor sieben Jahren begann die Geschichte der Third Street Saints, einer Straßengang, der man als Spieler zu Ansehen, Geld und Einfluss verhelfen sollte. Einst war Saints Row ein fast frecher GTA-Klon: Die Welt, das Gameplay und auch die Story wirkten sehr vertraut. Dem Erfolg tat das keinen Abbruch, der erste Titel sowie seine beiden Nachfolger verkauften sich millionenfach. Am Spielprinzip wurde wenig verändert, bis heute bzw. dem vierten Teil der Saints-Saga.

Saints Row 4: Die Story

Konsequenterweise führt Saints Row 4 die Geschichte ihres Anführers respektive des Spielers fort: Mittlerweile hat man sich so viel Respekt verschafft, dass die Wahl zum US-Präsidenten fast eine Selbstverständlichkeit war. Das Weiße Haus wurde kurzerhand im Pimp-Style umgestaltet, Stripper-Stangen installiert und als Dress-Code gilt das typische Saints-Lila. Freilich hat der Präsident seinen Stab aus den Vertrauten seiner Gang-Tage zusammengestellt, der Umgangston bleibt also herzlich bodenständig. Just als alle einigermaßen eingearbeitet sind und diverse weltpolitische Probleme gelöst werden könnten, wird die Erde von Aliens angegriffen. Als Präsident scheut man sich nicht davor, selbst anzupacken und greift zu großkalibrigen Verhandlungsmaßnahmen. Doch vergebens, der Präsident wird entführt und, um seinen Willen zu brechen, in eine virtuelle Version seiner Stadt gesperrt. Matrix lässt grüßen. Als unbeugsamer Freigeist kann keine Simulation den Spieler in Ketten schlagen, so gilt es, die Aliens zu überlisten. Heißt im Spiel: Durchdrehen und Chaos anrichten.

Absolute Freiheit

Allerdings begrenzen die Gesetze der Physik den Helden im Alien-Cyberspace im Verlauf des Spiels immer weniger, stattdessen bekommt er mehr und mehr Superkräfte. Mit rasender Geschwindigkeit bewegt man sich zu Fuß fort, legt Sprünge über Hochhäuser hin und spielt mit den Elementen (z.B. Gegner einfrieren oder anzünden). Die Steuerung bleibt gewohnt unkompliziert, lediglich die Kameraführung ärgert von Zeit zu Zeit. Bei der Inszenierung wird deutlich, dass Saints Row 4 nicht in Konkurrenz mit dem im September erscheinenden GTA V treten will bzw. kann. Die Superkräfte verändern das Gameplay sehr rasch in eine Richtung, die Games wie Prototype, InFamous oder CrackDown entspricht. Welchen Sinn macht es, Autos zu stehlen, wenn man zu Fuß zehnmal so schnell unterwegs ist? Wozu Feuerwaffen, wenn man mit Mega-Power zuschlägt.

Bis an die Zähne

Wobei gesagt werden muss: Das Arsenal von Saints Row 4 ist beispiellos! Kreativeres Tötungswerkzeug sieht man selten. Die mittlerweile berühmte Dubstep-Gun ist nur eine von vielen grotesken Erfindungen. Zu nennen wäre auch ein Aufblas-Gewehr, ein Dino-Dödel-Schwert und ein Gerät, das schwarze Löcher verschießt. Seinen eigenen Einfallsreichtum darf man übrigens an seiner Spielfigur ausleben, vom körperlichen Aussehen bis hin zum Outfit sind alle erdenklichen Geschmacksverwirrungen umsetzbar.

Spielplatz

Auch wenn die skurril-witzige Geschichte mit zahlreichen Wendungen immer weiter vorangetrieben wird, kann man sich als Spieler in der virtuellen Welt praktisch ewig beschäftigen. An jeder Ecke wartet eine neue Überraschung, Aufgabe oder ein bizarrer Gag. Versteckte Extras, speziell um seine Superkräfte zu erweitern, sind über die gesamte Welt verstreut und laden Perfektionisten zum Suchen ein. Übrigens: Auch kooperativ zu zweit darf man Missionen absolvieren.

Fazit

Der vierte Auftritt der Saints kann sich sehen lassen. Wer sich nicht an teilweise derbem Humor stört und viel Zeit hat, sollte umgehend das Amt des US-Präsidenten antreten. Saints Row 4 ist ab heute, dem 23.08.2013 für PS3, Xbox 360 und PC im Handel verfügbar. (Gut)

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