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OUYA Android Konsole – Schnäppchenkonsole mit Potenzial

Die Ouya Konsole war das Vorzeige-Projekt der Crowdfunding-Szene und sollte auch Android Spiele mächtig nach vorne bringen. Doch die Begeisterung, die nahezu grenzenlos schien, mündete schon bald in scheinbar nicht enden wollender Kritik. Doch nicht nur, dass zwischen all den Sturmwolken immer wieder die Sonne durchblitzt. Neben der stets präsenten Kritik an der Ouya gibt es auch einige positive Entwicklungen – und das nicht nur auf das aktuelle System-Update bezogen.

Ouya – die Android-Konsole, die viel einstecken muss

Auf die Crowdfunding-Story zu Ouya über Kickstarter wollen wir hier nicht mehr näher eingehen. Das war ein Phänomen, doch längst ist der damaligen Begeisterung Ernüchterung und damit verbunden eine anscheinend nicht enden wollende Kritikwelle gefolgt. Schon mit den Developer-Kits fing es an – die seien einfach in Bezug auf die Hardware zu stark veraltet. Als dann letztes Jahr der Verkaufsstart kam, ging die erste größere Kritik ebenfalls in diese Richtung: Die Verkaufs-Konsole sei einfach viel zu nah an der Entwickler-Box dran und damit von der Hardware her nicht unbedingt ein Highlight. Das Ouya-Team um Julie Uhrman musste sich mehr als nur einmal rechtfertigen. Jedoch wurde man nicht müde, immer wieder zu erklären, dass man am Anfang der Ouya-Entwicklung stünde, was einigen Käufern aber entweder entging oder sie einfach deutlich mehr erwartet hatten.

Schon der erste Ärger nach der Auslieferung und vor dem Erhalt

Doch schon bevor die meisten Käufer, die in den USA bestellen mussten, ihren Würfel in den Händen hielten, begann eine erste Geduldsprobe. Der Zoll hielt unzählige Konsolen zurück, weil die notwendige CE-Zertifikation nicht gefunden wurde. Inzwischen wurde aber eine Genehmigung ausgesprochen, denn die Zertifizierung ist – wenn auch etwas versteckt im Batteriefach, vorhanden. Angestöpselt ist die Ouya dann auch recht schnell, doch nach dem Einschalten kommt sofort die nächste Überraschung.

Der Kreditkartenzwang wird sich wohl nicht ändern, lässt sich aber umgehen

Um überhaupt ins Startmenü zu gelangen, musst Du sofort nach dem Eingeben Deines Namens eine Kreditkartennummer hinterlegen – egal, ob Du etwas kaufen willst oder nicht. Gerade in Europa gibt es dazu einiges an Kritik, denn hierzulande wird sehr vorsichtig mit Kreditkarten-Details umgegangen – ganz besonders im Zusammenhang mit dem Internet. Diese Kritik wird jedoch in der amerikanischen Firmenzentrale von Ouya untergehen, schließlich ist die kleine Plastik-Geldkarte dort absoluter Standard. Aber man kann die Eingabe einer echten Nummer zumindest umgehen: Im Internet finden sich zahlreiche Testnummern zu Kreditkarten. Die funktionieren ebenso wie die von Prepaid- und Wegwerf-Kreditkarten.

Das Spieleangebot war lange Zeit eher mäßig

Allerdings lassen sich dann auch keine Käufe machen. Viele Nutzer haben erwartet, dass sie sich vielleicht mit ihrem Google-Account hätten anmelden müssen und dann auch entsprechend Zugriff zum Google Play Store hätten. Aber auch Fehlanzeige. Stattdessen steht nur der Ouya-eigene App-Store zur Verfügung. Die Begründung dazu: Dass Gamepad und Controller immer funktionieren und dort auch konfiguriert werden könnten, denn nur im Ouya-App-Store gäbe es spielbare Games. Jedoch ist die Custom-ROM-Szene schon fleißig am Basteln und es gibt erste Downloads, die genutzt werden können. Damit bekommt man dann hoffentlich auch bald einen halbwegs stabilen Zugang zum Play Store.

Häufig ein Ärgernis: WLAN und Bluetooth

Zugang dorthin kann man sich über Umwege zwar verschaffen, einige Games lassen sich auch speichern und spielen. Aber wirklich stabil ist die Verbindung nicht und auch nicht jedes Game lässt sich Spielen. Die Spiele-Daten müssen nämlich zum Beispiel unter „Make“ abgelegt werden, um anschließend weitere Daten-Downloads, die auf Android-Geräten automatisch erfolgen würden, manuell dort hinzuschieben.

Wenn wir hier dann auch schon über Verbindungen schreiben: Auch WLAN und Bluetooth begeistern nicht wirklich. Als unterirdisch bezeichnen manche die Anbindung. Die Geräte müssten so eng beieinanderstehen – da kann man gleich LAN-Kabel verwenden. Das aktuelle Versions-Update bringt wohl keine Besserung, es soll nur die grundsätzliche Verbindung von Bluetooth verbessern bzw. erleichtern.

Einige Verbesserungen mit der Version Chupacabra

Dazu mussten einige Spieler bei bestimmten Games ohne Sound auskommen. Hier gibt es mit dem aktuellen Update Chupacabra ebenfalls Besserung, denn die Durchleitung von Audiosignalen (AAC, AC3 und DTS) wird nun unterstützt. Noch Anfang 2014 gab es zahlreich Kritik, dass Ouya nur sehr wenige Spiele bietet. Das wohl einzige Topspiel, das sich auch mit guten Verkaufszahlen etablieren konnte, war und ist Tower Falls. Das Game im Retro-Chic begeistert zahlreiche Ouya-Zocker. Damit aber nicht genug: Inzwischen ist die Spieleauswahl deutlich besser geworden, auch der App-Store ist übersichtlicher und User können Spiele auch bewerten.

Wohl die bislang beste Nachricht dieses Jahr für Ouya: PlayCast Media Streaming

Noch mehr positive News gibt es zu diesem Thema. Sogar so gut, dass es vielleicht die Nachrichten sind, welche die Überlebens-Chancen von Ouya sichern. Mit PlayCast Media ist nun ein Streaming-Dienst für die Ouya-Box verfügbar, der vom Prinzip wie OnLive oder PlayStation Now abläuft. Damit können bereits erste hervorzuhebende Games wie Lego Batman 2 oder auch Splinter Cell Conviction gezockt werden. UbiSoft, EA, Sega, Disney und andere hochkarätige Spieleanbieter sollen ebenfalls schon aufgesprungen sein. Für die Ouya ist das definitiv ein Quantensprung.

Begeisterung pur für die Ouya als Emulatoren-Basis

Diesen Quantensprung dürften aber schon diejenigen erlebt haben, die Retro-Games bevorzugen und eine gute Emulator-Plattform gesucht haben. SNES, NES, GB, GBC, GBA, PSX, NDS, N64und viele weitere Emus lassen das Herz der Fangemeinde höher schlagen. Entsprechend positiv auch die Statements aus dieser Richtung. Überhaupt scheint sich das Blatt langsam zugunsten der Ouya Box drehen.

Mehr Flash, optimierte CPU und besseres WLAN bzw. Bluetooth

Wer übrigens etwas tiefer in die Tasche greifen will (Preis USA 130 statt 99 Dollar), kann sich auch eine besser ausgestattete Ouya holen. Statt 8 Gigabyte Flashspeicher (6 GB für Spiele zur Verfügung) bietet diese Box dann 16 GB Flash. Außerdem eine deutlich bessere WLAN-Anbindung. Dass lediglich eine Tegra 3 CPU verbaut ist, wird sich so schnell wohl nicht ändern, insbesondere, nachdem bekannt wurde, dass Nvidia den Prozessor speziell für Ouya optimierte. Andererseits kann die enge Zusammenarbeit aber auch bedeuten, doch absehbar eine leistungsstärkere CPU zu sehen, die nicht mehr „Stand 2012“ ist.

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