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Metal Gear Solid 6 ohne Konami?

Die Spekulationen über die gemeinsame Zukunft von Konami und Hideo Kojima sind noch frisch, da sorgt bereits das nächste Gerücht für Diskussionen im Netz. Ein japanisches Wirtschaftsmagazin namens Nikkei kolportierte Metal Gear Solid 6 sei in Planung. Derzeit werde die Finanzierung ausgearbeitet. Untermauert wird die These durch die Aussage eines nicht namentlich genannten Mitarbeiters, der eine enorme Investition für notwendig hält, um das Projekt zu realisieren. Diese unbestätigte Information konterkariert die bisher vorherrschende These Konami zöge sich aus der Produktion teurer Videospiele zurück. Die hohen Verkaufszahlen des Vorgängers nähren jedoch Zweifel am Wahrheitsgehalt dieser Einschätzung. Metal Gear Mastermind Hideo Kojima ließ bereits durchschimmern, dass es Metal Gear Solid 6 nicht geben wird. Kein Zweiter hat den Gaming-Blockbuster maßgeblicher geprägt als Hideo Kojima. Skepsis, ob ein neuer Teil der Reihe ohne ihn überhaupt Sinn macht, sind verständlich.

Metal Gear Solid 6: Der Umbruch als Chance

Fortgesetzt wird, was erfolgreich ist; diese Binsenweisheit hat im Hinblick auf die Spielebranche eine besondere Gültigkeit. Die Vergangenheit lehrt, dass Kassenschlager so lange neu aufgelegt werden, bis sie keinen Profit mehr abwerfen. Allzu oft litt die Qualität unter den finanziellen Interessen. Die Story von Metal Gear Solid 5 sorgte für viel Spott, da drängt sich die Frage auf, ob der Negativtrend ohne Hideo Kojima zu stoppen ist. Konami sieht keine Zukunft für stationäre Gamingplattformen wie PC oder Playstation. Stattdessen möchte das Unternehmen seine Ressourcen in das wachsende Segment der Smartphonespiele stecken. Dort winken satte Gewinne bei überschaubaren Produktionskosten. Was diese Einschätzung für Metal Gear Solid 6 bedeutet, ist zum jetzigen Zeitpunkt kaum absehbar.

Ob man dem Ansehen der Reihe mit einer Neuauflage des Dauerbrenners einen Gefallen tut, dürfte letztlich davon abhängen, ob die kreative Lücke, die Konami hinterlässt, geschlossen werden kann. Andererseits läge in Konamis Ausstieg eine Chance. Schließlich schreckte der Konzern trotz erwartbarer Kritik nicht vor der Einführung der umstrittenen Mikrotransaktionen in Metal Gear Solid 5 zurück. Wer bereit ist, Echtgeld auszugeben, kann sich diverse Vorteile gegenüber seinen Mitspielern erkaufen. Virtuelle Güter, die der zahlenden Spielerschaft gestohlen werden, kann man durch einen Griff ins Portemonnaie ersetzen. Ein von vielen als unfair empfundener Vorteil, der die Fans von free to play in die Arme der Konkurrenz treibt.

Ungewissheit lautet das Stichwort, dass einem im Hinblick auf die Zukunft von Metal Gear Solid in den Sinn kommt. Wer letztendlich die Entwicklung übernimmt, dürfte für den Erfolg des Titels zweitrangig sein. Die Popularität der Vorgänger wird dennoch viele Fans zum Kauf bewegen. Unabhängig davon, ob Konami am Spiel mitwirkt oder nicht, die Verantwortlichen müssen sich etwas einfallen lassen, wenn sie jene Spieler zurückgewinnen wollen, die durch die Implementierung von Mikrotransaktionen vergrault wurden.

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