Linux: Spielen mit Sparky

Linux und Gaming waren nie dicke Freunde. Mit Sparky-Linux 2.1 soll sich das ändern. Linux-Systeme sind für ihre Verlässlichkeit, aber auch Komplexität bekannt. Das tägliche Arbeiten funktioniert zwar schon recht gut, ein Manko, das Linux aber immer noch anhaftet, ist die schönste Nebensache für Nerds – Computerspiele. SparkyLinux 2.1 hat nun zusätzlich zur neuen Distribution ein Spiele-Linux unter dem verheißungsvollen Namen „Game-Over“ mit einer Unzahl an Spielen herausgebracht.

Wo kann man Linux kaufen?

Von Windows-Usern hört man immer wieder die Frage, was Linux eigentlich sei und wo man es kaufen könne. Ein De-facto-Linux-OS, das in der Software-Abteilung eines Elektromarktes erhältlich ist, gibt es nicht. Es existieren einige Basis-Distributionen wie Slackware, RedHat, Suse, Debain, Mandriva oder Gentoo. Diese bieten verschiedene grundlegende Features, welche sie individuell besonders machen und stehen kostenlos im Internet zur Verfügung. Einen Überblick über die diversen Linux-Distributionen bietet distrowatch.com. Aufbauend auf den Basis- Distributionen werden von Enthusiasten Systeme mit einer bestimmten Zielsetzung zusammengestellt und konfiguriert. Im Fall von SparkyLinux 2.1 ist die Basis zum Beispiel Debian.

Die Crux mit den Windows-Games

Linux-User haben oft das Problem, dass für Windows optimierte Games schlecht bis gar nicht auf ihrem System laufen. Das liegt an der Art der Kompilierung, an Software-Bibliotheken und an Treibern, welche auf Windows ausgelegt sind. Die Linux-Gemeinschaft schließt die Lücke, indem erfolgreiche Games (Age of Empire 2, Siedler 2, Civilization, Quake 3) und Konsolenklassiker (Pong, Minesweeper, Breakout, etc.) für Linux umgeschrieben werden. Die besten dieser Spiele bringt Sparkys „GameOver“ in der Standardinstallation mit. Aber für Fans von Windows-Emulatoren hat Sparky etwas in petto: Wine, einen Emulator, mit dem es möglich ist, die Windows-Version von Spielen wie HalfLife, World of Warcraft oder Anna auch auf Linux zu nutzen. Mühsam ist, dass Wine für jedes Spiel extra konfiguriert werden muss. Um dem vorzubeugen, bringt „GameOver“ das Wine-Add-on „PlayOnLinux“ mit, welches die Installation der Windows-Titel vereinfacht und die Konfiguration netterweise automatisiert. Zudem ist Valves Spiele-Plattform-Client Steam enthalten.

Ohne Power geht es dennoch nicht

Das grundlegende Problem von Linux als Spieleplattform ist aber, das emulierte Spiele wesentlich stärkere Systeme, also mehr RAM und CPU-Power benötigen, als auf ihrer ursprünglichen Plattform (Windows). Zudem verlangen die meisten Spiele eine Grafikkarte mit 3D- Beschleuniger und die entsprechenden Treiber. Sparky 2.1 eignet sich daher für ältere oder schwächere Rechner lediglich als Alltags-Werkzeug. Auch weil man ihm ein hübsches Dock – eine Leiste, die Icons zum beschleunigten Programmstart bietet.

Das Fazit

Sparkys GameOver liefert die Perlen der OpenSource-Game-Community mit und vereinfacht die Nutzung von bestehenden Windows-Spielen weitgehend. Für die Bewältigung von Standardaufgaben auf älteren Rechnern ist die Distribution durchaus geeignet, ressourcenhungrige Emulationen wie bereits erwähnt ausgenommen. User Tipp: Wer Sparky 2.1 erst einmal nur ausprobieren möchte, kann sich das System auf einem USB-Stick installieren.

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