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Gamepads
15. Februar 2014

Gamepads für Smartphones und Tablets

Virtuelle Tasten sind in vielen Spielen ein notwendiges Übel. Besser steuert es sich mit Gamepads, die als externes Gerät an Smartphones oder Tablets angeschlossen werden.

Gamepads vs. On-Screen-Buttons

Große HD-Displays, schnellere Prozessoren, Lautsprecher und Kopfhöreranschlüsse – moderne Smartphones stehen mobilen Spielkonsolen in technischer Hinsicht um nichts nach, eher im Gegenteil, sie übertreffen sie sogar in fast allen Bereichen. Kein Wunder also, dass Spiele für iOS und Android boomen. Was man bei Smartphones als Gamer allerdings schmerzlich vermisst, sind richtige Tasten und Steuer-Sticks. Mit On-Screen-Buttons oder Bewegungssensoren lassen sich gerade Shooter, Jump and Runs oder Sportspiele mehr schlecht als recht steuern. Abhilfe schaffen Gamepads für Smartphones und Tablets.

Kompatibilität

Drei der getesteten Controller stellen die Verbindung zum Smartphone kabellos via Bluetooth her. Sie eignen sich primär für Android-Geräte. Das iPega und das Snakebyte-Modell unterstützen theoretisch auch iOS-Geräte, aber nur im „iCade“ oder „Tastatur“-Modus. Die Anzahl der kompatiblen Spiele hält sich dabei in Grenzen. Apple hat mit iOS 7 jedoch eine offizielle Schnittstelle für Gamepads eingeführt. Das ebenfalls getestete und aufs iPhone 5 und 5s zugeschnittene Logitech-Gamepad ist eines der ersten, welches diese unterstützt.

Samsung EI-GP20

Das EI-GP20 hat 4 Buttons und 2 Schultertasten – genug für die meisten kompatiblen Smartphone-Spiele, aber zu wenig, um z.B. bei einem PlayStation-Emulator alle Tasten zuzuweisen. Die beiden Analog-Sticks sind, ähnlich wie beim Nintendos 3DS, als flache Schiebepads ausgeführt und ragen nicht aus dem Gehäuse heraus. Das Samsung-Pad lässt sich dadurch sehr gut transportieren, jedoch ist die Bedienung der Sticks etwas gewöhnungsbedürftig und nicht ganz so präzise wie mit richtigen Sticks. Die Haltevorrichtung nimmt auch sehr große Smartphones auf und wirkt dank einer Metallschiene sehr robust, diese hält eingesetzte Geräte aber nur durchschnittlich fest. Aufgrund des langen Haltearms kommt man außerdem kaum noch an die Lauter/Leister-Tasten. Praktisch ist die „Mobile Console“-App, welche kompatible Spiele auflistet, sowie die NFC-Funktion, dank der man die Bluetooth-Verbindung nicht manuell herstellen muss.

iPega PG-9025

Das online erhältliche iPega Gamepad bietet genug Tasten, um auch die meisten Emulatoren problemlos zu betreiben. Praktisch sind außerdem die Multimedia-Buttons, über die man die Lautstärke über das Pad regeln kann. Die Verarbeitung ist vor allem in Anbetracht des günstigen Preises in Ordnung, einzig die Haltevorrichtung gibt bei jedem Ausziehen ein lautes „Klack“ von sich. Die Feder ist recht stark, wodurch eingesetzte Smartphones sehr sicher gehalten werden. Im Test unterstützte das iPega-Pad ein paar Apps mehr als das Samsung-Pad – iPega scheint den MOGA-Controller nachzuahmen, der von vielen Spiele-Entwicklern unterstützt wird.

Snakebyte Idroid:con

Der Idroid:con erinnert vom Aussehen her sehr stark an das PlayStation 3 Gamepad und hat, ähnlich wie das Vorbild, 2 analoge Schultertasten. Ähnlich gut wie dieses liegt es auch in der Hand. Eine Smartphone-Haltevorrichtung gibt es nicht, wodurch sich der Controller ausschließlich für den stationären Betrieb eignet. Die Verarbeitung wirkt sehr gut. Die Tasten sind allesamt gut erreichbar und haben klare Druckpunkte, ebenso gibt es auch an den mit einer griffigen Struktur versehenen Sticks nichts auszusetzen. Der Idroid:con wurde in Spielen am schlechtesten unterstützt, oft wurden nur der linke Analog-Stick, nicht aber die Tasten erkannt. Besser schien er mit Emulatoren klarzukommen, wo die Tasten in den meisten Fällen manuell zugeordnet werden konnten.

Logitech PowerShell

Beim Logitech-Controller wird das iPhone (5, 5s) bzw. ein iPod touch der 5. Generation mittig eingesteckt. Die Lösung garantiert einen festen Halt und ist ergonomisch. Die PowerShell liegt prima in der Hand. Alle Buttons inklusive Schultertasten sind gut erreichbar, auch an den Touchscreen kommt man in dieser Konfiguration gut heran. Hier enden aber leider unsere positiven Eindrücke. Der Controller versprüht schnöden Plastik-Charme, der Druckpunkt der Buttons war uns zu schwammig. Beides könnte man verzeihen, wäre da nicht der saftige Preis von knapp 100 Euro, den auch der integrierte Zusatzakku nicht rechtfertigen kann. Dazu kommt: Unverständlicherweise hat Logitech keine analogen Sticks verbaut. Gamer müssen – anders als bei allen anderen Gamepads im Test – mit dem D-Pad auskommen. Schade, wo sich doch Dualstick-Shooter so großer Beliebtheit erfreuen.

Unsere Empfehlung

Eines hat der Test gezeigt: Mit richtigen Tasten steuern sich kompatible Spiele weitaus angenehmer als über On-Screen-Buttons. Die Finger verdecken den Bildschirm nicht, und man weiß ganz genau, wann man auf welche Taste gedrückt und wie weit man den Stick bewegt hat. Die drei auf Android-Geräte spezialisierten Bluetooth-Gamepads haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Kommt man mit wenigen Tasten aus und möchte das Pad z.B. auch in der Jackentasche mitnehmen können, so ist Samsungs EI-GP20 das Gerät der Wahl. Hat man aber etwas mehr Platz zum Verstauen, z.B. in einer Umhängetasche oder im Rucksack, sollte man das iPega PG-9025 näher in Betracht ziehen. Es hat mehr Tasten, praktische Lautstärke-Buttons und ist günstiger. Wer ausschließlich stationär spielt, z.B. indem man das Smartphone per MHL-Adapter mit dem Fernseher verbindet oder ein Tablet aufstellt, findet im Idroid:con das am besten in der Hand liegende Gamepad.

Leider gab es bei einigen Spielen Probleme, die mit den anderen Bluetooth-Gamepads nicht auftraten, weshalb man – sofern man sich nicht auf Emulatoren beschränkt – lieber zu einem der Konkurrenten greifen sollte. Das Logitech-Gamepad fürs iPhone konnte am wenigsten überzeugen. Der zu hohe Preis und die fehlenden Analog-Sticks zählten zu den größten Kritikpunkten im Test.

 

Über den Autor

Denis M.

Zocker und Publizistik Student, außerdem gerne auf Gamingmessen unterwegs und Besitzer einer PS1 – PS4 sowie NES, SuperNES und GameGear.

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