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Das Ende einer Ära: das Ende von LucasArts

Eine Erschütterung der Videospiele Welt. Nach dreißig Jahren wird die Spielefirma LucasArts geschlossen. Zeit für eine Rückschau, aber auch für einen Blick nach vorne, denn Disney hat schließlich Großes vor.

Disney schließt die Pforten

31 Jahre sind in der Videospiele Branche eine sehr lange Zeit, da die selbe ja kaum länger besteht. Spielefirmen gab es viele, doch nur wenige können von sich behaupten, verschiedene Spiele Epochen miterlebt zu haben. LucsArts gehörte dazu: von Text Adventure Zeiten bis hin zu modernen 3D Grafikwundern. Doch diese Zeit ist jetzt vorbei. Die Maus hat sich Lucasfilm einverleibt und damit auch die Spielefirma LucasArts. Und im Zuge von Neuausrichtungen wurde die Spieleschmiede jetzt geschlossen und zu einer Art Lizenzverwalter umgeformt. 150 Mitarbeiter müssen vorerst neue Wege einschlagen.

Bei so einem Schritt und dem Erbe LucasArts ist es kein Wunder, dass jetzt auch Kritik an Disney aufkommt. In der Realität sieht es aber fast so aus, dass LucasArts schon längere Zeit tot war und jetzt nur zu Grabe getragen wurde. Anders formuliert: die ganz großen Zeiten liegen doch schon eine Weile zurück und so richtig konnte man nicht mehr Fuß fassen. Dazu verliefen in den letzten Jahren auch einige Projekte im Sand, während Titel wie „The Forced Unleashed“ oder verschiedene Clone Wars Titel zwar gut, aber eben auch nicht immer durchweg überragend waren.

Weiter geht es unter neuer Flagge

Im Grunde kann man auch argumentieren, dass die Schließung vielleicht das beste war, was passieren konnte. Aus wirtschaftlicher Sicht sowieso, aber auch Star Wars Fans werden in Zukunft wohl auf ihre Kosten kommen. Zukünftig sollen Spiele der Lizenzthemen von externen Entwicklungsstudios durchgeführt werden. Das kann durchaus zu hoch qualitativen Ergebnissen führen. Das wurde auch schon früher so gemacht. BioWare war beispielsweise für die Entwicklung von „Knights of the Old Republic“ zuständig und die beiden Teile der Reihe gelten heute noch unter Fans als echte Meilensteine.

Vorerst ist damit auch das bisher vielversprechend aussehende Projekt „Star Wars: 1313“ eingestampft worden, ob hier noch einmal mit anderem Entwicklerstudio angesetzt wird, ist bisher noch nicht bekannt. Fans hoffen derzeit auch auf ein „Battlefront 3“.

Schöne Erinnerungen an LucasArts

Für alle, die mit dem Entwicklerstudio LucasArts noch nicht viel anfangen können, ein kurzer Rückblick, denn tatsächlich liegen die ganz großen Erfolge schon eine Weile zurück: Da wäre 1987 das berühmte „Maniac Mansion“, das heute als Meilenstein im Adventure Genre gilt und eine ganz neue Bedienoberfläche eingeführt hat. Ein Jahr später folgte der Titel „Zac McKracken“, der ebenfalls heute Kultstatus genießt. Alleine mit diesen beiden Titeln hat LucasArts – übrigens zu diesem Zeitpunkt noch unter dem Namen Lucasfilm Games bekannt – Geschichte geschrieben. In den neunziger Jahren sollten die beiden Hits „Monkey Island“ und „Day of Tentacle“ folgen, zudem gab es immer wieder einige Star Wars Spiele, die ebenfalls zur Speerspitze ihrer Genres gehörten.

Das alles war eine gute Zeit, doch auch wenn George Lucas nicht mehr an Bord ist und LucasArts nur noch ein Lizenzverwalter, so wird die Entwicklung von Spielen nicht aufhören. Star Wars Titel wird es auch in Zukunft geben und im Bereich der Adventures haben andere Firmen ebenfalls hübsche Töchter. In Vergessenheit wird LucasArts aber wohl nie geraten, zu groß ist der Fußabdruck in der Videospielgeschichte.

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