Assassin’s Creed Unity Release: Spieler beklagen gravierende Mängel

AC Unity Release

Ob sich Ubisoft den Start seines neuen Vorzeige-Krachers „Assassin’s Creed Unity“ tatsächlich so vorgestellt hat? Ursprünglich sollte der neueste Teil der Reihe seine Käufer durch eine spektakuläre Grafik-Kulisse im romantischen Paris zu Zeiten der Französischen Revolution begeistern und laut eigenen Aussagen des Herstellers insbesondere auf dem PC durch seine hervorragende Auflösung überzeugen. Genau das Gegenteil davon scheint nun aber der Fall zu sein: Während sich deutsche User noch einige Stunden auf den Release gedulden müssen, kann der Titel seit wenigen Stunden bereits in einigen anderen Ländern gespielt werden – eine Tatsache, die sich vermutlich nicht allzu positiv auf die deutschen Verkaufszahlen auswirken dürfte. Auf der Online-Plattform Steam häuft sich derzeit nahezu minütlich die Anzahl der negativen User-Kritiken, in denen gravierende Fehler thematisiert werden, welche das eigentlich in Aussicht gestellte Spielerlebnis spürbar trüben: Von einer miserablen Bildrate trotz High-End-PC, über lästige Bildrate-Einbrüche innerhalb des gesamten Games, bis hin zu fehlenden Grafikoptionen oder einer ruckelnden Maussteuerung ist hier im Grunde genommen jedes einzelne Fettnäpfchen vertreten, welches es bei der Entwicklung eines derartig erfolgsorientierten Games tunlichst zu vermeiden gilt. Aktuell trägt Assassin’s Creed bei Steam den durchaus unrühmlichen Status „größtenteils negativ“, bei Metacritic kommt der Titel auf magere 2,8 von 10 Punkten.

So schnell kanns gehen: Ubisoft veröffentlicht schon jetzt erstes Update für die PC-Version

Die meisten negativen Userstimmen erntet Ubisoft momentan für die PC-Version von Assassin’s Creed Unity, dessen Grafikauflösung ja eigentlich „sichtbar hochauflösender“ daherkommen sollte, als auf den alternativen Spielekonsolen: Zwar soll das Game auf einem hochmodernen High-End-PC durchaus flüssig laufen, bei älteren Modellen, die aber dennoch den Systemanforderungen entsprechen, käme es aber regelmäßig zu Rucklern während den Zwischensequenzen sowie zu ärgerlichen Komplettabstürzen des Games. Die hier berichteten Fehler sind offenbar derartig gravierend, dass Ubisoft bereits binnen weniger Stunden reagiert hat und neben seinem angekündigten Day-One-Patch ein zusätzliches Update veröffentlicht hat, welches die genannten Pannen bei schwächeren PC’s beheben soll. Unterdessen häufen sich munter die negativen Berichte von PS4- und XBox One-Spielern: Während sich PlayStation-Besitzer vor allem über massive Framerate-Einbrüche, Glitching und aufploppende Texturen beschweren, sind diese Ärgernisse auf der XBox One zwar auch vorhanden, sollen hier aber offenbar nicht ganz so immens ins Auge fallen, wie auf der Sony-Konsole, dennoch ist auch hier eine Framerate von unter 30 FPS auf der Xbox One die Rede.

Doch ist das neue Assassin’s Creed Unity nach dem Release tatsächlich so schlecht, dass man es am liebsten im Regal liegen lassen sollte? Mitnichten! Mit dem neuesten Teil der Reihe macht Ubisoft nicht nur einen großen Sprung in puncto Grafikauflösung (insofern diese denn flüssig läuft), sondern führt darüber hinaus auch gravierende Optimierungen im Spielprinzip ein, welche dem Spieler u.a. einen lang herbeigesehnten Schleichmodus einbringen. Dank imposanten Straßenschluchten, belebten Marktplätzen, zahlreichen ansehnlichen Licht- und Schatteneffekten, verblüffend realistischen Gesichtszügen sowie kleinsten Details in Form von bröckeligen Straßenbelägen oder spiegelnden Wasserpfützen auf dem Boden setzt das Spiel in puncto Optik neue Maßstäbe und sieht live sogar deutlich besser aus, als auf den bisher veröffentlichten Screenshots. Wirklich Spaß macht ein derartiger Leckerbissen für die Augen selbstverständlich nur, wenn das Game auch ohne lästige Ruckler oder Systemabstürze auskommt – weshalb zu hoffen ist, dass der rund 1GB große Day-One-Patch all das aus dem Spiel herauskitzelt, was treue Anhänger der Assassin’s Creed-Reihe verdient haben. Bis die gröbsten Fehler behoben wurden, empfehlen wir das Game nicht zu kaufen und noch ein wenig abzuwarten.

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