Assassin’s Creed Reihe: Kreative Pause im Jahr 2016

Aufgrund des kommerziellen Erfolges, den die Assassin’s Creed-Reihe zweifelsohne vorzuweisen hat, dürfte Ubisofts Ankündigung, dass das Unternehmen in diesem Jahr auf die Veröffentlichung eines neuen Serienablegers verzichten wird, sicherlich überraschend kommen. Wie es von offizieller Seite heißt, habe sich Ubisoft das Ganze jedoch gut überlegt und zieht mit diesem Schritt Konsequenzen aus dem Feedback, das den Publisher seit der Veröffentlichung von Assassin’s Creed Unity erreichte.

Bis es so weit ist, möchten wir uns bei den Millionen Spielern rund um den Globus für ihre anhaltende Unterstützung bedanken.

Intern verfolgen die Verantwortlichen laut eigenen Angaben nicht weniger als das Ziel, Assassin’s Creed zum führenden Open-World-Franchise zu machen. Um dieses ambitionierte Vorhaben in die Tat umsetzen zu können, benötigen die Entwickler hinter der Reihe jedoch etwas mehr Zeit.

Zu diesen Dingen werden wir schon in Kürze weitere Details veröffentlichen

, so Ubisoft.

Technische Pannen und ein sinkendes Interesse an Assassin’s Creed Reihe

Allerdings dürfte nicht nur der Anspruch, mit Assassin’s Creed auf kurz oder lang die Genre-Referenz zu stellen, zur kreativen Auszeit der Reihe geführt haben. So meldeten sich in den vergangenen Monaten diverse involvierte Entwickler, die in der Regel anonym bleiben wollten, zu Wort und wiesen in Interviews darauf hin, dass eine Entwicklungszeit von einem Jahr für ein Mammut-Projekt wie Assassin’s Creed schlichtweg nicht ausreicht. Dass die Aussagen der anonymen Insider durchaus für bare Münze genommen werden dürfen, verdeutlichte spätestens der Release von Assassin’s Creed: Unity, das im November 2014 für den PC, die Xbox One sowie die PlayStation 4 veröffentlicht wurde. Nicht nur dass zahlreiche Spieler über die fehlenden neuen Ideen klagten, darüber hinaus hatte Unity mit diversen Bugs zu kämpfen, die dem Spielspaß empfindlich zusetzten. Hinzukamen Performance-Probleme in Form von Slow-Downs und unkontrollierten Abstürzen, die Ubisoft erst Monate nach dem Release in den Begriff bekam. Das im Oktober 2015 ins Rennen geschickte Assassin’s Creed: Syndicate lief zwar deutlich runder, markierte in kommerzieller Hinsicht jedoch den schwächsten Start der Seriengeschichte und machte deutlich, dass so langsam aber sicher die Luft raus ist. Hinter vorgehaltener Hand wird daher gemunkelt, dass Ubisoft der Assassin’s Creed-Reihe eine Pause einräumt, um weiteren Schaden von der weiterhin sehr wertvollen Marke abzuwenden.

Jährliche Nachfolger kein Thema mehr

Wann das Stealth-Action-Spektakel im Endeffekt zurückkehren wird, steht laut einem Sprecher von Ubisoft noch in den Sternen. Fest steht dem Unternehmen zufolge aber schon jetzt, dass Assassin’s Creed zukünftig nicht mehr mit Nachfolgern, die im jährlichen Rhythmus das Licht der Welt erblicken, bedacht wird. „Das Ziel liegt nicht darin, zu jährlichen Nachfolgern zurückzukehren, sondern zu einer regelmäßigen Basis“, so der französische Konzern.

Uns wurde klar, dass wir einen Punkt erreicht haben, an dem es an der Zeit war, der Serie mehr Zeit einzuräumen, damit die Entwickler am Fundament und den Mechaniken arbeiten können. Auf diesem Wege soll gewährleistet werden, dass wir die Reihe auf eine neue Ebene hieven können. […] Wir werden in der Lage sein, eine regelmäßige Basis zu erreichen. Von jährlichen Spielen können wir aber nicht sprechen.

Eine Durststrecke für Assassin’s Creed-Fans?

Ganz leer gehen die Fans der Serie aber auch 2016 nicht aus. Könnt ihr auf eure regelmäßige Dosis Assassin’s Creed nicht verzichten und habt bereits alle Hauptableger durchgespielt, solltet ihr der Anfang Februar veröffentlichten Assassin’s Creed Chronicles-Trilogie eine Chance geben. Spielerisch verstehen sich die drei Abenteuer, die in Form von Retail-Versionen für die Xbox One und die PlayStation 4 erhältlich sind, als Action-Plattformer im 2,5D-Format.

Die drei Titel, die bei den Climax Studios entstanden, verfrachten euch in die chinesische Ming-Dynastie zum Zeitpunkt ihres nahenden Untergangs, in das russische Kaiserreich im Jahr 1918 und in das ferne Indien, in dem sich das Sikh-Imperium auf einen Krieg vorbereitet. Am 21. Dezember 2016 folgt zudem der Assassin’s Creed-Kinofilm mit Michael Fassbender in der Hauptrolle.

Die wirtschaftlichen Folgen für Ubisoft

Trotz des verhaltenen Starts von Syndicate gehört Assassin’s Creed weiterhin zu den umsatzstärksten Marken von Ubisoft. Geht es nach der Meinung führender Analysten, dann dürfte der Verzicht auf eine Neuveröffentlichung in diesem Jahr jedoch nicht allzu schwer ins Gewicht fallen, da Ubisoft für das Geschäftsjahr 2016/2017 diverse heiße Eisen im Feuer haben dürfte. Zu diesen gehören der Online-Rollenspiel-Shooter The Division, der Nachfolger zu Watch Dogs sowie der auf der E3 2015 enthüllte Mehrspieler-Titel For Honor. Zudem dürfte Ubisoft auf der E3 2016 im Juni weitere Titel für das laufende Fiskaljahr vorstellen.

Ubisoft Umsatz 2015 2016

Link zum Originaldokument: HIER KLICKEN

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