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Adventure Games

Adventure Games

Totgesagte leben länger. Das Genre der Adventure Games erlebt einen neuen Boom, bei Gamern sowie bei Entwicklern.

Adventure Games: Per Point & Clicks durchs Ziel

Dieses Game-Genre schrieb Geschichte: Anfang der 80er-Jahre erschienen erstmals spielbare Abenteuer für Denksportler mit – für damals – hohem grafischen Anspruch auf den Bildflächen der Heimcomputer. Während man zuvor seine Helden nur durch die Eingabe von Worten durch eine Art spielbares Buch mit Rätseln steuerte, setzten Game-Studios wie Sierra (On-Line) auf bildhafte Inszenierungen. Spielfiguren hatten sich fortan in 2D-Umgebungen zurechtzufinden. Die ersten Vertreter ihrer Art, die sich in unseren Breitengraden kommerziell durchsetzten, waren „King’s Quest“ und „Leisure Suit Larry“.

Als Spieler dachte und agierte man in einfachen Sätzen: Öffne Schrank; nimm Hammer; benutze Hammer mit Sparschwein. Zwar war die Grafik schon ein hilfreiches Element der Spiele, die Befehle wurden allerdings immer noch per Tastatur eingegeben. 1987 befreite die Firma LucasArts mit dem legendären „Maniac Mansion“ Spieler von Tipparbeit. Befehle und Objekte kombinierten Abenteuer nun via Maus. Point & Click-Adventures waren geboren! Games wie „The Secret of Monkey Island“ oder „Space Quest“ boomten bis Mitte der 90er. Dann wurden die Adventures von einem anderen Spiele-Trend verdrängt, den Ego-Shootern. LucasArts veröffentlichte 1998 noch das großartige aber kommerziell erfolglose „Grim Fandango“, bevor das Genre eingemottet wurde.

Retro-Renaissance

Während es lange Zeit still war, haben sich die Adventures heimlich, still und leise wieder aus der Versenkung befreit. Die Gründe dafür sind vielfältig: Touchscreens wie auf NDS oder Tablets sind ausgesprochen genrefreundlich. Darüber hinaus benötigen Adventures wenig Rechenleistung, sie können also leicht online oder auf Smartphones gespielt werden. Und als Spieledesigner braucht man kein riesiges Budget, um eine gute Story im Point & Click umzusetzen. Aktuelle Verkaufs-Erfolge sprechen für sich – z.B. die Geheimakte-Serie, Baphomets Fluch 1-5 oder die „Deponia“-Trilogie. Bei den Spiele-Studios Double Fine und Telltale Games haben kluge Köpfe aus dem Hause LucasArts ein neues Zuhause gefunden. Double Fine arbeitet gerade an dem Adventure „Broken Age“, Telltale krempelte jüngst die Spielewelt mit den packenden Abenteuern „The Walking Dead“ und „The Wolf Among Us“ um. Die laufenden Toten, inspiriert von der gleichnamigen Zombie-Serie, sind gerade in ihre zweite Spiele-Saison gestartet, und Telltale münzt nun den Actionhit Borderlands in ein Adventure um: „Tales from the Borderlands“.

Heimwerker-Kings

Viele Adventures sind heute gratis erhältlich – zum Download oder als Online-Spiel. Zum Beispiel das Grusel-Game „The Last Door“, das über Kickstarter finanziert wurde. Dank minimalem Aufwand kostet die Entwicklung wenig Geld. Was ein Spieledesigner braucht, ist eine gute Story und grundlegendes Know-how. Tools wie das Adventures Game Studio machen das möglich. Bei AGS finden sich übrigens zahlreiche spielenswerte Beispiele von selbstgemachten Adventures.

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